Der Flohmarkt - eine Schatzkiste für Sammler, Romantiker sowie ...

Schnäppchen-Jäger und ein Ort, der ein spannendes und kostenloses Vergnügen verspricht. Man lernt Leute kennen und kann Kurioses bestaunen. Zudem vereint die Händler und Besucher eine bestimmte Geisteshaltung, die der Wegwerfgesellschaft eine Absage erteilen.





Dieses wunderschöne Doppelbett aus vergangenen Tagen entdeckte ich in Italien, genau genommen in San Bonifacio, wo jeden Mittwoch ein großer Markt stattfindet. Dieser Schlafplatz aus edlem Holz vermittelt in seinem jetzigen Leben das Gefühl, auf einer Wiese zu liegen, umgeben von Schmetterlingen und mit Blick in den blauen Himmel und das mitten auf der Piazza.





Kleine Schätze der Vergangenheit warten hier auf ihre Entdecker und hoffen wohl auch auf den Beginn eines zweiten Lebens. Von wem wurden sie einmal benutzt, verschenkt, aufgestellt, verkauft?




Zum Glück gibt es auch spezielle Antiquitäten-Märkte in Italien, denn wie sollte man sonst einen zerbrochenen Lichtschalter oder Kristallteile eines kostbaren Lusters in einem alten Palazzo ersetzen? Das kleine, wunderschöne Städtchen Asolo nördlich von Castelfranco lockt jeden zweiten Sonntag im Monat mit seinem"Mercatino dell'Antiquariato di Asolo" viele Besucher in seine schmalen Gassen.





Mich persönlich ziehen immer Buchmärkte beinahe magisch und unwiderstehlich an. Hier vergesse ich die Zeit und meistens bremst meine Kauflust dann nur die Einsicht, dass es eine Schlepperei wird, sie nach Hause zu bringen.


Claudio Donati schlendert langsam zwischen Ständern mit alten Büchern, bleibt immer wieder stehen, um einmal da oder dort ein Buch in die Hand zu nehmen. Er sucht nicht mit der Absicht etwas Bestimmtes zu finden, sondern vertraut einfach dem Zufall auf ein interessantes Buch zu stoßen. Hier kann man mit etwas Glück die schönsten Bildbände finden, auch solche, die in den Buchläden schon längst vergriffen sind. Ordentlich nach Größe hintereinander geordnet, nimmt er eines heraus und blättert darin. Auf einer der Seiten entdeckt er das wohl berühmteste Gemälde von Cristofano Allori, das Judith mit dem Haupt des Holofernes zeigt. "Wunderbar!", erklärt eine weibliche Stimme hinter ihm und sprich anschließend gedämpft weiter, "ein prächtiges in Atlasbindung gewebtes Kleid, dicht, glatt und weich fallend. Eine Robe aus wahrhaft kostbarem Stoff für feierliche Anlässe." Claudios Herz schlägt um vieles schneller, er weiß ohne sich umzudrehen wem diese Stimme gehört und knüpft amüsiert an: "Mit diesem Gewand dürfte Judith den Feldherrn bezirzt haben, wie mit ihrem anmutig schimmernden Gesicht. Betört von solcher Schönheit, glaubt er diese Frau verführen zu können. Die exquisite Kleidung hat die Existenz ihrer Trägerin ausgedehnt. Wäre sie in einem grauen Witwenkittel erschienen, wäre sie vermutlich nicht bis zum Zelt des Feldherrn vorgedrungen. Sie machte ihn betrunken und hat ihm den Kopf abgeschlagen." Erst jetzt dreht er sich um und sieht Vanessa lächelnd in die Augen: "Sie hat dadurch das Brandschatzen sowie Ausrauben ihrer Stadt und des eigenen Heimes verhindert", und fügt erfreut hinzu, "welch schöner Zufall Sie hier zu sehen!" Vanessa schmunzelt: "Gehen Sie auch so gerne auf Büchermärkte?"



Auch dieses tolle Buch in Großformat habe ich auf einem Flohmarkt entdeckt! Der Autor Cécil Saint-Laurent beschreibt auf amüsante Weise die Geschichte des weiblichen "Drunter Dessous". Eine Kultur- und Phantasie-Geschichte der weiblichen Dessous. Das Buch erschien 1988 im Verlag Brandstätter Wien auf deutsch.

Emeldas roter Mund, der kaum Farbe beim Essen verloren hat, lächelt jetzt Fiorella vielsagend an: "Wie uns die anderen wahrnehmen ist immer eine Reflexion unseres eigenen Empfindens, das wir aussenden. Wir sind es zuerst, die sich schön, sexy und selbstsicher fühlen, und so werden wir dann von den anderen gesehen. Jede Frau, egal mit welchem Körper, hat das Recht sich wohl in ihren Kleidern zu fühlen und ein reizvolles Darunter trägt viel dazu bei, auch wenn nur sie es zu sehen bekommt."


📕 mit Auszügen aus - "Die Modestilistin und ihr Briefschreiber" und "Die Flucht der Marionette"


Elma ganz persönlich

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Ciao, grazie mille fürs Vorbeischauen!

Italien ist für mich viel mehr, als nur ein Land das ich liebe, dessen Sprache ich spreche und das zu meiner zweiten Heimat wurde. Italien ist die Bühne für meine Romane. 

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