Spieglein, Spieglein an langen Fäden ...


... Spiegeln sind wohl eine der wichtigsten Gegenstände für die menschliche Entwicklung.

Wir wüßten nicht wie unser Gesicht aussieht, welche Augenfarbe oder Frisur wir haben. Erst der Spiegel zeigt uns, wie wir wirklich aussehen. Aus weiblicher Perspektive ist ein Spiegel für uns so wichtig, dass er nie in unserer Tasche fehlt.


Denken wir nur an die Geschichte "Des Kaisers neue Kleider", der bekanntlich nackt durch sein Reich spazierte. Wenn wir uns also selbst erkennen wollen, brauchen wir den Spiegel!




Hier in der berühmtesten Straße der Haute Couture von Mailand, der Via Montenapoleone, spiegelt man sich in vielen Auslagen, in den Spiegeln der eleganten Designer-Läden, ob groß, rund, eckig oder wie hier an goldenen Schnüren in winzigen Stücken.


Führen uns jetzt diese ständigen Spiegelungen zu Erkenntnis oder Eitelkeit, vielleicht sogar Frust?




Für Narziss, den schönen Sohn des Flußgottes Kephisos, war sein gutes Aussehen tödlich - er wies die Liebe der Nymphe Echo zurück. Die Götter bestraften ihn dafür und er verfiel in unstillbarer Liebe zu seinem eigenen Spiegelbild im Wasser. Bei seinem Versuch, sich mit seinem Abbild zu vereinigen, ertrank der selbstverliebte Mann im Fluss.




Wenn sich die Möglichkeit bietet, sein eigenes Spiegelbild zu betrachten, tun wir es. Kaum einer von uns kann sich diesem Reiz entziehen und wir zupfen uns zurecht. Sitzt die Frisur? Ist unser Make-up perfekt? Die Körperhaltung OK? Wir wollen andere beeindrucken. Sind wir jetzt eitel?


Aber - Selbstgespräche vor dem Spiegel können auch absolut motivierend sein, wenn sie positiv geführt werden. Wichtig - sprich dich mit deinem Namen an, das schafft die nötige Distanz!



Marinella Lombardi ist jung, schön und die Tochter des Pächters der Osteria antica. Sie verliebt sich in Renzo, einen Aristokraten aus Venedig, der sich seinem Stand gemäß verlobt hat. Nach schlaflosen Nächten, steht sie eines Morgens vor ihrem Spiegel, strafft ihre Schultern und richtet sich auf:


"Der Lauf der Liebe lässt sich nun mal nicht bestimmen, manchmal ist man ihrer würdig genug und sie bleibt und ein andermal geht sie ihrer Wege. Sei dankbar, Mariella, du bist umgeben von Menschen, die dich lieben und dir Gutes tun und nur um deren Freundschaft und Zuneigung sollst du, wenn nötig, immer und aufrichtig kämpfen."

📕 Auszug aus meinem Roman: "L'Osteria antica und die geheime Tür"

Weibliche Perspektiven


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Italien ist für mich viel mehr, als nur ein Land das ich liebe, dessen Sprache ich spreche und das zu meiner zweiten Heimat wurde. Italien ist die Bühne für meine Romane. 

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